Wie dynamisch ist Erleuchtung?

Die herkömmliche Erwartungshaltung geht üblicherweise dahin, dass Erleuchtete (Gurus) abgetrennt von der Welt dieser passiv-gleichmütig begegnen. Wenn sie sich nicht gleich ganz in die Einsiedelei zurückziehen oder ein Ashram gründen, helfen sie selbstlos anderen Menschen.

Dieses Verhalten ist nachvollziehbar, wenn man den noch unvollständigen Bewusstseinszustand (Halbzeit der Evolution) der herkömmlichen Erleuchtung berücksichtigt. Bislang wurde Erleuchtung mit einer Identifikation mit dem göttlichen Bewusstseinsanteil gleichgesetzt. Dieser bedeutet Ruhe / Stille und wird dementsprechend auch durch Ruhe / Stille sowie im zeitlichen Jetzt (Eckhart Tolle) erreicht.

Doch die Bewusstseinsanteile werden vom Göttlichen aus gesehen in der Reihenfolge von Göttlich zu irdisch zunehmend dynamischer bis hin zum irdischsten Persönlichkeitsanteil, dem aktiven inneren Mann. Möchte also jemand sein göttliches Bewusstsein erfahren, ist Ruhe / Stille angesagt, während das irdische Leben Aktivität bedeutet. Daher stammen die herkömmlichen Erleuchtungsanleitungen, in die Ruhe / Stille zu gehen, um das Göttliche zu finden, weil von einer Trennung zwischen Göttlich und irdisch ausgegangen wird.

Mit der Am-Ziel-Erleuchtung ist diese Trennung zwischen Göttlich und irdisch aufgehoben, sodass das Irdische zum gestalteten Ausdruck des Göttlichen wird. Dementsprechend kann die Ruhe / Stille dynamisch irdisch umgesetzt werden und durchdringt zugleich das Irdische. Dazu stehen das weibliche Spirituelle System in passiver Form und das männliche Spirituelle System in aktiver Form zur Verfügung. Welchen Schwerpunkt die Seelen mit ihrer Liebesgestaltung setzen möchten, haben sie bereits vor ihrer Inkarnation festgelegt und bringen entsprechende Voraussetzungen mit.

Ich persönlich habe vor allem die Aufgabe, gesamtgesellschaftliche Veränderungen durchzusetzen, um die Menschheit auf das höhere Bewusstseinsniveau des neuen Zeitalters zu begleiten. Dementsprechend lebe ich die Am-Ziel-Erleuchtung vor allem aktiv, dynamisch und gestaltend. Dazu enthielt bereits meine Ausgangspersönlichkeitsstruktur einen starken Inneren-Mann-Anteil, durch den ich ein tendenziell abenteuerliches Leben führte.

P.S. Von dem Hundeschlittenurlaub in Alaska habe ich nur Dias. Wenn ich dazu komme, sie zu digitalisieren, werde ich diesem Beitrag noch nachträglich Fotos hinzufügen.

Beispielsweise verbrachten mein Mann und ich eine gute Woche per Hundeschlitten auf dem Iditarod-Trail in Alaska. Wir lenkten jeder unser Hundegespann selber und fuhren dem Hundeschlitten des Veranstalters nach. Schon bei der Ankunft liebte mich ein Hund so sehr, dass er mich anpinkelte und der Veranstalter ihn daraufhin meinem Team zuordnete. Die Fahrt sah dann so aus, dass die Hunde sofort losrannten, sobald man von der Bremse stieg. Um die Hunde zum Halten zu bringen, musste man sich wieder mit ganzem Gewicht auf die Bremse stellen und auf dieser bleiben, bis die Hunde ausgespannt wurden. Nachts übernachteten wir in sehr einfachen Holzhütten oder im Zelt.

Für die erste Probefahrt hatten wir herrliches Sonnenwetter bei milden minus fünfzehn Grad. Im weiteren Verlauf wurde es kühler, blieb aber schön. Lediglich einmal erlebten wir auch ein heftiges Schneetreiben bei minus vierzig Grad. Dadurch kamen wir so schlecht voran, dass wir abends noch durch einen Wald mussten. Mit am Kopf befestigten Taschenlampen, Schnee auf der Skibrille (in meinem Fall auch noch einer beschlagenen regulären Brille darunter) und Zweigen, die uns ins Gesicht schlugen sowie Ästen, unter denen wir uns hindurchducken mussten, rasten wir fast blind mit unvorhersehbarem Kurvenverlauf durch den Wald. Das Tempo zu verringern, wäre nur durch ein Dauerbenutzen der Bremse möglich gewesen, aber dazu waren die Hunde nach diesem anstrengenden Tag zu erschöpft.

Der Veranstalter erzählte uns hinterher, dass er sich über diesen schwierigsten Streckenabschnitt ausgerechnet bei schlechtesten Wetterbedingungen ernsthafte Sorgen gemacht hätte, weil es da auch schon unter besseren Umständen zu Unfällen gekommen ist, aber wir hätten den Wald unglaublich gut bewältigt. Für mich bedeutete diese Erfahrung, Alaska mit allen Facetten auch in wirklicher Naturgewalt erlebt zu haben, sodass ich auch diesen Streckenabschnitt als spannend positiv empfand. Die gesamte Hundeschlittenfahrt fernab der Zivilisation und eins mit der Natur war ein faszinierendes Abenteuer gewesen.

Zu Weihnachten habe ich mir übrigens aus dieser Erinnerung heraus ein Playmobil-Hundeschlittengespann geschenkt. 😉

Doch muss man gar nicht unbedingt die Welt bereisen, um einen gewissen Abenteuergeist zu leben. So war es ein Traum von mir gewesen, einmal in einem selbstgebauten Iglo zu übernachten. Die Gelegenheit ergab sich, als 2010 ein sehr langer, kalter Winter mit viel Schnee in Berlin war. Da habe ich zusammen mit meinem Sohn auf einem zugefrorenen See, versteckt im Schilf, ein Iglo gebaut. Der erste Versuch darin zu übernachten, war so kalt gewesen, dass wir ihn um etwa zwei Uhr nachts abbrechen mussten. Für die nächste Nacht nahmen wir dann alles an Isomatten, Decken, Schlafsäcken und warmer Kleidung mit, was wir besaßen, sodass wir morgens in wunderbarer freier Natur den Tag begrüßten.



Beide Erfahrungen, der Hundeschlittenurlaub und die Iglo-Übernachtung, waren zugleich dynamisch und eingebettet in die Ruhe / Stille des Ganzen. Ich war emotional-energetisch eins mit der Natur und habe ihre Ruhe / Stille als tiefen Frieden und Harmonie empfunden, während ich sie zugleich aktiv erlebte. Damals brauchte ich noch die äußeren Umstände, um die beiden Bewusstseinspole von Ruhe / Stille und Aktivität gleichzeitig wahrzunehmen. Inzwischen ist mit der Am-Ziel-Erleuchtung die in Harmonie und Ruhe eingebettete dynamische irdische Gestaltung des Göttlichen nunmehr der Normalzustand.

Das göttliche Ganze ist Liebe, Harmonie und Frieden. Im Irdischen darf dieser liebevolle Ruhezustand als aktive Liebesgestaltung mit intensiven positiven Gefühlen und faszinierendem Abenteuer dynamisch umgesetzt werden. Dies geschieht durch das göttlich-irdisch verbundene Bewusstsein der Am-Ziel-Erleuchtung ganz automatisch in Übereinstimmung mit der Seelenaufgabe und dem persönlichen Empfinden. Das Göttliche durchdringt das Irdische und das Irdische ist zugleich Teil des Göttlichen ‒ und alles ist Liebe.

Eine Übersicht weiterer persönlicher Geschichten findet ihr unter „Erfahrungen auf dem spirituellen Weg“. Siehe auch Spirituelle Meisterinnen und Meister der Am-Ziel-Erleuchtung oder herkömmliche Gurus (z.B. Sri Chinmoy, Eckhart Tolle) und Erleuchtungserfahrungen.

Am-Ziel-ErleuchtungNeues Zeitalter als evolutionärer Bewusstseinssprung: Die geheilte (Spirituelle Psychotherapie) und transzendierte innere Familie verbunden mit der herkömmlichen Erleuchtung als Am-Ziel-Erleuchtung