Märchennutzen – Märchen nutzen

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Haben Märchen auch heute noch einen Nutzen? Kann man Märchen heilend nutzen? Wie kann man Märchen heilend nutzen? Auf diese Fragen gibt euch diese Informationsseite über Märchen Antworten.

Die Märchenseite: der heilende Umgang mit Märchen

Sind Märchen nicht schon von sich aus ganz grundsätzlich heilend? Das wird jedenfalls von manchen behauptet. Märchen werden zur Heilung in der Märchenpsychologie und Märchenpsychotherapie sowie in der Altenpflege beispielsweise bei Demenz eingesetzt. Als Märchenpädagogik werden sie Kindern vorgelesen und im Kindergarten und in der Grundschule verwendet. Es gibt Märchenstunden des sozialen Zusammenseins, berufliche Märchenerzählerinnen und Märchenerzähler, Märchentage, Märchenmuseen, Märchenfilme und Märchenwitze. In der Märchenforschung wird sich wissenschaftlich mit Märchen befasst und gesellschaftlich stehen Märchen kritisch in der Diskussion. Märchengruppen in den sozialen Medien sind ebenso verbreitet wie Märchenforen, Märchenvereine und Märchenverbände. Dementsprechend groß ist der Einfluss der Märchen auf das gesellschaftliche Bewusstsein.

Vom 1.Dezember 2022 bis 1.Januar 2023 werde ich als diesjähriges Weihnachtsprojekt jeden Tag zu einem Märchenthema Hilfestellung zum heilenden Umgang mit Märchen geben. Wer möchte, kann mir vor Beginn des Weihnachtsprojektes per E-Mail Fragen zu dem Umgang mit Märchen einreichen, die ich dann im Rahmen des Weihnachtsprojektes beantworten werde. Sind es zu viele Fragen, um sie alle mit ins Weihnachtsprojekt hineinzunehmen, werde ich sie euch persönlich beantworten.

26.11.2022, Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Das Märchen Weihnachtsprojekt

Von Märchen wird gesagt, dass sie heilende Kraft besitzen. Es heißt, dass sie der Seele guttun, Bewusstseinsentwicklung fördern und der psychischen Gesundheit dienen. Zugleich stehen Märchen aber auch als veraltet und zu grausam in der Kritik.

In diesem Weihnachtsprojekt werden all diese Inhalte jeden Tag mit einem interessanten Beitrag genauestens untersucht werden. Dazu wird an den nächsten drei Tagen zunächst jeweils kurz darauf eingegangen, was Bewusstsein, die Seele und die Psyche sind, bevor die Märchen darauf bezogen werden.

Eine Übersicht am vierten Tag wird außerdem die vielfältigen Themen verraten, mit denen Märchen zu tun haben. Es werden die unterschiedlichsten Verwendungsformen der Märchen (z.B. im Kindergarten, in der Schule, in der Psychotherapie, bei Demenz, durch Märchenerzähler/innen, in der Wissenschaft usw.) durchleuchtet. Insofern sind viele interessante und helfende Beiträge zu erwarten, die für die vielfältigen Märchenthemen nützlich sind.

27.11.2022 (1. Advent), Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchen und Bewusstsein

Bewusstes und Unbewusstes, das kollektive Unbewusste, Archetypen, Ich, Es und Über-Ich sind Begriffe, von denen die meisten zumindest schon mal etwas gehört haben. Die Theorien hinter diesen Begriffen werden unter anderem auch auf Märchen bezogen. Sie haben dann regelmäßig die Aufgabe, eine positive Wirkung der Märchen zu erklären.

Obwohl inzwischen viele der Heilkraft von Märchen skeptisch gegenüber stehen und Märchen als veraltet ansehen, werden Märchen durch diesen Theorie-Rückhalt schon in Kindergärten verwendet und gehören in der Schule sogar zum Lehrplan. Darüber hinaus wird von Märchen behauptet, dass sie therapeutische Wirkung haben sollen. Außerdem bereichern sie das gesellschaftliche Zusammensein und es gibt professionelle Märchenerzählerinnen und Märchenerzähler.

Wie positiv, oder auch nicht, Märchen tatsächlich für das menschliche Bewusstsein sind, wird in dieser Weihnachtszeit vom 1. Dezember bis 1. Januar mit täglichen Beiträgen untersucht werden. Bewusstsein ist dafür nach Ayleen Lyschamaya: „Das, was dafür sorgt, dass etwas entsteht, ist Bewusstsein. Alles, was entsteht, ist der Ausdruck von Bewusstsein.“

28.11.2022, Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchen als Seelengeschichten

Von den Märchen wird gesagt, dass sie für die Seele gut sein sollen. Manchmal werden Märchen auch schon gleich als Seelengeschichten bezeichnet. Es wird behauptet, dass Märchen Nahrung für die Seele sind und die Seele zum Singen bringen. Den Märchen wird zugeschrieben, zugleich ein Spiegel der Seele zu sein und die Seele zu berühren.

Was ist mit Seele gemeint? Das ist keineswegs eindeutig, sondern hängt von der jeweiligen Weltanschauung ab. Als Gesamtheit aller Gefühlsregungen und geistigen Vorgänge wird die Seele im heutigen Sprachgebrauch oft als weiterer Begriff für „Psyche“ (griechisch: Seele = Psyche) verwendet. Die Seele kann aber auch ein Prinzip bezeichnen, von dem angenommen wird, dass es diesen Regungen und Vorgängen zugrunde liegt, sie ordnet und auch körperliche Vorgänge herbeiführt oder beeinflusst.[1]

Wenn man sich die vielfältigen Verwendungen von Märchen ansieht, scheinen auch die zugrundeliegenden Vorstellungen von der Seele ebenso vielfältig zu sein. Umso wichtiger ist es, von vorne herein Klarheit zu schaffen. Ayleen Lyschamaya unterscheidet die Seele als das zugrundeliegende Lebensprinzip von der irdischen Psyche. Die Seele ist die Liebesenergie, die sich ins irdische Leben hinein inkarniert.

Die Seele und das Bewusstsein gehören zusammen und setzen sich als Wiedergeburten über die einzelnen Leben hinweg fort. Sie gestalten das jeweilige Leben gemeinsam, zusammen mit der irdischen Psyche und dem Körper. Die Liebesenergie der Seele bewirkt die Liebesfähigkeit des Menschen.

[1] Wikipedia zu „Seele“ (Stand 11/2022).

29.11.2022, Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchen und Psychologie

Die Psychologie beschäftigt sich mit menschlichem Erleben und Verhalten. Märchen geben das menschliche Erleben von Generation zu Generation als Verhaltensanleitungen weiter. Was liegt näher, als dass Märchen psychologisch gedeutet werden. Psychologinnen und Psychologen beschäftigen sich seit vielen Jahren intensiv mit Märchenanalysen.

Für diese Märchenanalysen geht die Psychologie von innerlich komplexen Menschen aus, die Teil eines sozialen Systems sind. So kommt sie zu drei Analyseebenen biologischer, psychologischer und soziokultureller Einflüsse. Zur biologischen Analyseebene gehören die Merkmale, die für das Überleben und die Fortpflanzung vorteilhaft sind. Zu den psychologischen Einflüssen zählen erlernte Erwartungen, wie zum Beispiel erlernte Ängste. Auch emotionale Reaktionen, kognitive Verarbeitungen und Wahrnehmungsinterpretationen werden unter die psychologischen Einflüsse gefasst. Zu den soziokulturellen Einflüssen zählen das soziale Umfeld ebenso wie die Erwartungen der Kultur, Gesellschaft und Familie, auch einzelner Gruppen beispielsweise der Gleichaltrigen.[1]

Die psychologischen Märchenanalysen legen ihren Schwerpunkt auf die Lebensanleitungen der einzelnen Märchen mit deren emotionalen Verarbeitungsangeboten. Die soziokulturellen Einflüsse der Märchen werden als vorgegebener hilfreicher Standard für die Menschen berücksichtigt. Dazu wird eine Art kulturelle Lebensweisheit unterstellt. Inwieweit diese kulturelle Lebensweisheit spirituelle Aspekte mit einbezieht, wird von den Psychologinnen und Psycholigen unterschiedlich gedeutet.

In diesem Weihnachtsprojekt wird es vor allem um die psychologischen und soziokulturellen Einflüsse gehen. Dazu werden insbesondere auch die soziokulturellen Einflüsse als kulturelle Lebensweisheiten untersucht werden, denn die Märchen selber sind ein soziokultureller Einfluss. Das heißt, die Märchen vermitteln als soziales Umfeld die Erwartungen der Kultur, Gesellschaft und Familie.

[1] Wikipedia zu „Psychologie“ (Stand 11/2022).

30.11.2022, Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Themenübersicht

Diese Märchenweihnachtszeit möchte aufdecken, was in den Märchen versteckt ist. Dafür soll nicht die bereits bekannte Diskussion für oder gegen Märchen lediglich wiederholt werden, auch wenn sie mit einbezogen wird. Vielmehr wird die tiefgründige Basis unter dem bereits Bekannten offengelegt. Es geht um das Durchschauen von dem, was hinter dem Offensichtlichen in den Märchen verborgen ist. Dreißig interessante Beiträge zu unterschiedlichsten Themen rund um Märchen sind vom 1. Dezember bis zum 1. Januar zu erwarten:

  1. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchenwald-Freizeitparks
  2. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchen als geselliges Ereignis
  3. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchentage
  4. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchen und Spiritualität
  5. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Die Seele in den Märchen
  6. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchen, geliebt und abgelehnt
  7. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchen in der Pädagogik
  8. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchen als Erziehungsmittel
  9. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchen im Kindergarten
  10. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Elterneinfluss auf Märchen im Kindergarten
  11. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Geeignete Märchen im Kindergarten
  12. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchenpädagogik für Kindergartenkinder
  13. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchen im Schulunterricht
  14. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchenumgang in der Schule
  15. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchenpsychologie
  16. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchenpsychologie kollektives Unbewusstes
  17. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchenpsychologie Es, Ich und Über-Ich
  18. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchentherapie als Lösungsanleitung
  19. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchentherapie und der Sinn des Lebens
  20. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchen bei Demenz
  21. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchen von altem Brauchtum bis Zukunft
  22. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchenerzählerinnen und Märchenerzähler
  23. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchenvorleserinnen und Märchenvorleser
  24. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchenherkunft
  25. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchen in Wissenschaft und Forschung
  26. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchenforschung in Bezug auf Kinder
  27. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Werte, Normen und Bewusstsein der Märchen
  28. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchenempfehlung diskutiert
  29. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Die grimmschen Kinder- und Hausmärchen
  30. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchenzukunft

Ein Gedanke zu „Märchennutzen – Märchen nutzen

  • 1. Dezember 2022 um 7:43
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    1. Märchen-Nutzen – Märchen nutzen: Märchenwald-Freizeitparks

    In Deutschland gibt es mehr als dreißig Märchenwald-Freizeitparks für Familien, Geburtstage und Schulklassen. Im Wald gelegen verzaubern sie von ungefähr April bis September die Kinder mit den grimmschen Märchen. Viele Märchenfiguren sind nachgebildet und deren Geschichten werden vorgelesen und erzählt. Hinzu kommen die üblichen gastronomischen und Kinder unterhaltenden Angebote von Freizeitparks.

    Als beliebtes Ausflugsziel erfahren Kinder schon von klein auf die grimmschen Märchen als freudiges, gemeinsames Familienzusammensein. Positive Märchenerfahrungen werden über alle Sinne aufgenommen. Dies verstärkt die ohnehin bildhaft gut einprägsamen Märchen noch zusätzlich im Bewusstsein der Kinder. Innerhalb der Familien, mit Freunden und als Schulklassen werden gemeinsame Werte gepflegt.

    Die Art des geselligen Zusammenseins hat zweifellos ihren positiven Wert. Doch wie sieht es mit den Inhalten aus? Speziell im Rahmen gemeinsamen Freizeitvergnügens kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Inhalte der Märchen kritisch hinterfragt werden. Darüber hinaus sind kleine Kinder, an die sich die Freizeitparks vor allem richten, zu kritischer Reflektion ohnehin noch nicht in der Lage. Dementsprechend vertrauen die Eltern und Lehrerinnen und Lehrer, die mit ihren Kindern die Märchenwald-Freizeitparks besuchen, darauf, den Kindern damit etwas Gutes zu tun.

    Hinter der Entscheidung für oder gegen einen Märchenwald-Besuch verbirgt sich zugleich die pädagogische Einstellung der Erwachsenen gegenüber Märchen. Märchen sind stark umstritten und stehen seit Jahrzehnten immer wieder in unterschiedlichem Ausmaß in der öffentlichen Kritik. Hauptsächlich werden den Märchen Grausamkeiten und veraltete Rollenbilder vorgeworfen. Tatsächlich geht die Kritik noch weiter. Die meisten grimmschen Märchen enthalten versteckte, negative Bewusstseinsbotschaften.

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