Yoga auf dem spirituellen Weg zur Am-Ziel-Erleuchtung

Beurteilung des Yoga aus der Sicht eines vollständigen Bewusstseins

Lucas-1: Spiritueller Meister der Am-Ziel-Erleuchtung
©Spiritueller Meister Lucas der Am-Ziel-Erleuchtung

von Spiritueller Meister Lucas der Am-Ziel-Erleuchtung, Yoga-Lehrer, Berlin 16.2.2018

Was ist Yoga?

Im Duden wird Yoga folgendermaßen definiert:
„indische philosophische Lehre, die durch Meditation, Askese und bestimmte körperliche Übungen den Menschen vom Gebundensein an die Last der Körperlichkeit befreien will“

Der Begriff Yoga hat seine Wurzel im sanskrit-Wort yuga (=Joch). Im weiteren Sinn kann unter Yoga Vereinigung (mit dem universellen Bewusstsein) verstanden werden oder aber das Anjochen/unter Kontrolle bringen des Körpers (siehe auch Körperpsychotherapie) und des Geistes um Selbstverwirklichung (hier: herkömmliche Erleuchtung) zu ermöglichen.

Yoga gehört zu den sechs klassischen Philosophiesystemen Indiens und wurde dem Hinduismus nach als Offenbarung empfangen. Funde von Statuen in Yoga-Positionen können zum Teil auf bis zu 3000 v. Chr. datiert werden. Von wissenschaftlicher Seite wird dennoch angenommen, dass die Entstehung des Yoga im Zeitrahmen von 1500 bis 800 v. Chr. liegt und mit einer Völkerwanderung und Vermischung von Kulturen in Verbindung steht.

Die klassischen Yogaschriften wie die Upanishaden, die Mahabharata mit der Bhagavad Gita und die Yoga-Sutras beschreiben vier Yoga-Wege:

  • Jnana-Yoga: Yoga der Philosophie, Fragen nach dem Sinn des Lebens, intellektuelle Herangehensweise
  • Bhakti-Yoga: Yoga der Hingabe und Gottverehrung
  • Raja-Yoga: Yoga der Geistbeherrschung, Meditationstechniken
  • Karma-Yoga: Yoga des Handelns, selbstloses Dienen

Wie schon angedeutet wurde unter Yoga ursprünglich ein Weg zur weiblichen Erleuchtung verstanden. [Anmerkung: Zu den verschiedenen Formen der Erleuchtung siehe „Der vollständige spirituelle Weg“.] Die Yogis und Yoginis stellten damals fest, dass bestimmte Methoden auf diesem Weg für bestimmte Menschen gut funktionierten, woraus sich dann die oben genannten Yoga-Lehren herauskristallisierten.

Patanjali, der Autor der Yoga-Sutras, entwickelte die ashtangas (acht Glieder) des Raja-Yoga auf der Basis der Erfahrung, dass Verhaltensregeln im gesellschaftlichen Umgang und im Umgang mit sich selbst (yamas & niyamas), körperliche Übungen (asanas) und Atemtechniken (pranayama) den Zugang in überbewusste Zustände erleichterten. Weitere Glieder dieses Systems sind der Rückzug der Sinne (pratyahara) und Konzentration (dharana), diese beiden können geübt werden, wohingegen Meditation (dhyana) und schlussendlich der überbewusste Zustand (samadhi) nur durch die Gnade Gottes erreicht werden sollen.

Asanas und pranayama wurden durch Weiterentwicklung immer bedeutsamer für die Yogis und Yoginis, da dadurch deutlich weniger störende Impulse aus Körper und Geist die Meditation beeinflussten. Entsprechende Techniken sind in der Hathayogapradipika aus dem 15. Jhd. niedergeschrieben. Daher stammt auch der Weg des Hatha-Yoga, der sich vor allem mit der Physis des Menschen befasst.

Moderner Yoga

Im letzten Jahrhundert lösten sich die praxisorientierten Teile des Yoga von religiösen und spirituellen Unterbauten, um den modernen Yoga zu bilden. Mittlerweile sind die positiven Auswirkungen* der körperlichen und mentalen Praktiken des Yoga auf den Menschen in den Vordergrund gerückt und werden auch wissenschaftlich untersucht. Zum modernen Yoga gehören vor allem Körperübungen, Atemübungen, Meditationstechniken und Methoden zur Entspannung. Zudem hat sich Yoga auch von einer religiösen Praxis hin zu einem Lebensstil und Trendsport entwickelt.

Beurteilung

Grundsätzlich geht es im ursprünglichen Yoga vor allem darum, das Ego auszublenden, um das Göttliche im Bewusstsein mehr wahrzunehmen. Dabei wird schon von Beginn an das Göttliche als etwas gesehen, das der Mensch selbst nicht ist, obwohl doch in jedem Menschen ein Funken davon steckt. Die yogische Selbstverwirklichung besteht also darin, sich nicht mehr mit dem unruhigen Irdischen (Körper, Psyche, karmische Energien) zu identifizieren, sondern mit dem Göttlichen, also der Erfahrung von Stille, Einheit, Harmonie und Frieden.

Im Raja-Yoga wird versucht, Körper und Geist zu beherrschen und sie zur Ruhe zu bringen. Jnana-Yoga geht über den Intellekt und die Erkenntnis, wohingegen Bhakti-Yoga den Schwerpunkt auf bedingungslose Liebe legt. Im Karma-Yoga versucht der Mensch, sein Ego so lange zu leugnen, bis er es kaum noch wahrnimmt. Hierbei geht nur Bhakti-Yoga über das Weibliche, alle anderen Richtungen sind männlich orientiert.

Die Annahme der Yogis und Yoginis, dass es notwendig sei sich vom Ego zu lösen um glücklich zu sein, resultiert aus der Fehlinterpretation der Erfahrung von Glückseligkeit durch die Kontrolle des Egos. (Siehe auch die 7 größten spirituellen Irrtümer.) Das Ego lässt sich durch Willenskraft und Anstrengung sehr weit verdrängen, womit dann die Erfahrung des Göttlichen wahrscheinlicher wird (deswegen wird immer von der Gnade Gottes gesprochen). Jedoch ist der damit verbundene Energieaufwand überaus groß. So groß, dass viele Yogis und Yoginis Jahre und Jahrzehnte täglich mehrere Stunden oder auch den ganzen Tag meditierten und Yoga übten, um in den ersehnten Zustand zu kommen.

Der ganze Akt ist deshalb so kräftezehrend, weil das Göttliche sich so gerne im Irdischen ausdrücken will. Es will die Liebe ins Irdische bringen. Und hier liegt auch das Missverständnis: Anstatt das Ego anzuschirren und wegzusperren, weil es so viel Leid produziert, macht es Sinn, die Ursache für das Leid aufzulösen: die Blockade aus karmischen Energien zwischen dem Göttlichen und dem Irdischen. Wenn das Ego Liebe bekommt, heilen alte Wunden und karmische Energien werden transformiert. Das Göttliche kann nunmehr liebevoll und kraftvoll im Irdischen wirken.

Fazit

Yoga führt zur Erfahrung der Einheit (=des Göttlichen), führt aber nicht zur Einheit des Bewusstseins mit vollständig neuen Erfahrungen, die das Irdische integrieren. Obgleich Yoga helfen kann, Einheit zu erfahren, löst es die Trennung zwischen Göttlich und Irdisch nicht auf. Es findet lediglich ein Wechsel der Identifikation mit dem bislang leidvollen Irdischen zum harmonischen Göttlichen statt.

Methoden des Jnana-Yoga können helfen, um den Intellekt zu entwickeln und Erkenntnis zu erlangen. Bhakti-Yoga kann die emotionale Heilung und die Heilung der inneren Frau unterstützen. Raja-Yoga liefert wertvolle Techniken, um die Konzentration zu schulen, den Körper (siehe auch außerkörperliche Erfahrungen / Astralreisen) zu heilen und das Energiesystem zu reinigen. Vom Karma-Yoga ist gänzlich abzuraten, da er auf der Unterdrückung des Egos beruht. Auch die Annahme, dass man dadurch sein Karma abarbeiten könne und kein neues erschaffe, ist falsch.

Jnana-, Bhakti- und Raja-Yoga sowie der moderne Yoga können individuell eine sinnvolle Unterstützung auf dem ersten und eventuell zweiten Abschnitt des vollständigen spirituellen Weges sein. Die stetige Weiterentwicklung des Yoga und seine Verbreitung sind zu begrüßen.

Lucas-2: Spiritueller Meister der Am-Ziel-Erleuchtung
©Spiritueller Meister Lucas der Am-Ziel-Erleuchtung

Weiter zum neuen Zeitalter (Halbzeit der Evolution) und dem am-Ziel-erleuchteten Spirituellen Meister Sebastian sowie den herkömmlich erleuchteten Spirituellen Meisterinnen, Meistern und Gurus.

Quellen

„Yoga“ auf Duden Online. URL: https://www.duden.de/node/696869/revisions/1641793/view (Abrufdatum: 06.02.2018)
„Yoga“ auf  Wikipedia. URL:https://de.wikipedia.org/wiki/Yoga (Abrufdatum: 07.02.2018)
„Yoga“ auf  Yogawiki. URL: https://wiki.yoga-vidya.de/Yoga (Abrufdatum: 07.02.2018)
„Raja-Yoga“ auf  Wikipedia. URL:https://de.wikipedia.org/wiki/Raja_Yog (Abrufdatum: 07.02.2018)

Am-Ziel-ErleuchtungNeues Zeitalter als evolutionärer Bewusstseinssprung: Die geheilte (Spirituelle Psychotherapie) und transzendierte innere Familie verbunden mit der herkömmlichen Erleuchtung als Am-Ziel-Erleuchtung

 

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* Hinweis der Spirituellen Meisterin Ayleen der Am-Ziel-Erleuchtung: Die körperlichen Yogaübungen zielen vor allem auf den Energiefluss im weiblichen Spirituellen System und sind für diese Zielsetzung zu empfehlen. Innerhalb des männlichen Spirituellen Systems destabilisieren sie hingegen und aus körperlich-funktioneller Sicht, insbesondere bei schon vorhandenen Rückenproblemen, ist von körperlichen Yogaübungen abzuraten.